Peregrina in malmoe Nr. 63


Vereinsobfrau Gamze Ongan spricht im Interview mit der Zeitschrift malmoe über die Hintergründe unserer Spendenaktion “600×33”! Lesen Sie den Beitrag in voller Länger in der malmoe Online-Ausgabe .

… da war es ein Projekt (gekürzt, aus: malmoe Printausgabe 63)

Wie läuft die Aktion bisher?

Die Spendenaktion stieß auf große wohlwollende Resonanz. Wir sind selbst überrascht und sehr erfreut, wie viele Menschen unsere Arbeit schätzen und bereit sind, uns zu unterstützen, auch mit größeren Summen. Die Spenden und die zahlreichen persönlichen wie medialen Rückmeldungen bedeuten für uns vor allem Anerkennung und eine große Motivation für die Fortführung unserer Arbeit für und mit zugewanderten und geflüchteten Frauen.
Zur Zeit stehen wir bei ca. 340 × 33 Euro. Zusätzlich hat das Bundeskanzleramt Frauen schnell reagiert und uns noch eine Nachtragsförderung in der Höhe von 2.800 Euro gewährt. Wir hoffen, dass wir noch weitere SpenderInnen gewinnen können und so auch noch das letzte fehlende Viertel hereinbekommen.

Wie arbeitet Peregrina, was unterscheidet Euch von vergleichbaren Initiativen?

Peregrina wurde 1984 von türkischen und österreichischen Studentinnen gegründet, aus dem Bedürfnis heraus, sich zu organisieren, die Interessen von Migrantinnen in Wien zu vertreten beziehungsweise auch einen Ort zu schaffen, an dem sich Frauen Unterstützung, etwa durch Beratung oder Bildungsangebote, holen können. Es gab damals nichts Vergleichbares in Wien. Heute haben wir neben der psychologischen Betreuung noch weitere umfangreiche muttersprachliche Angebote – Bildungsberatung, Rechts- und Sozialberatung sowie Basisbildungs- und Deutschkurse. Und geblieben ist natürlich auch der politische Anspruch, öffentlich gegen Xenophobie, Rassismus und Ausgrenzung aufzutreten.

In unserer täglichen Beratungsarbeit ist es uns sehr wichtig, dass die persönlichen Migrations-, Flucht- und Rassismuserfahrungen beachtet werden, und wir versuchen immer parteiisch an der Seite der Frau zu stehen und aus der Perspektive der Betroffenen zu arbeiten. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist ein antihierarchisches Beziehungsmuster zwischen Beraterin und Klientin, damit die Frau auch ihre eigenen Lösungsstrategien entwickeln kann: das stärkt ihre Autonomie.

(Redaktion: iL)